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Ausflugstips: Sehenswürdigkeiten in Augsburg

Rathaus und Goldener Saal

Das Rathaus ist eine der Augsburger Hauptsehenswürdigkeiten. Der bedeutendste Profanbau der deutschen Renaissance wurde von Elias Holl zwischen 1615 und 1620 errichtet. Der dortige bis 1624 entstandene Goldene Saal ist einer der imposantesten Repräsentationsräume Deutschlands.

Perlachturm

Der Perlachturm wurde ab dem 10. Jahrhundert errichtet. Von 1614 bis 1616 wurde der Turm neben dem Rathaus von Elias Holl erhöht. Die Aussichtsplattform auf dem 70 Meter hohen Turm ermöglicht die Aussicht bis zu den Alpen.

Fuggerei

Die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt wurde 1521 von Jakob Fugger „dem Reichen“ gestiftet. Heute leben 150 bedürftige, katholische Augsburger Bürger in den 140 Häusern der Reihenhaussiedlung. Sie bezahlen für die rund 60 Quadratmeter großen Wohnungen eine jährliche (Kalt-) Miete von 0,88 Euro. Im Gegenzug sprechen sie täglich drei Gebete für den Stifter und die Stifterfamilie.

Fuggerhäuser und Damenhof

Die Fuggerhäuser an der Maximilianstraße ließ der reiche Augsburger Kaufherr Jakob Fugger „der Reiche“ von 1512 bis 1515 erbauen. In den Fuggerhäusern hielten sich mehrere Kaiser auf, Martin Luther wurde hier befragt, Schwedenkönig Gustav II. Adolf residierte hier, Mozart gab ein Konzert. 1515 entstand auch der Damenhof, der schönste von heute vier Innenhöfen dieses Stadtpalastes. Er war der erste profane Bau der deutschen Renaissance.

Mariendom

Der ottonische Dom entstand wohl ab 995 und vermutlich bis zum Jahr 1004 über den Resten eines karolingischen Vorgängerbaus, von dem die Krypta erhalten ist. Erhalten sind auch fünf romanische Prophetenfenster von 1065, die Reste des ältesten bekanntesten figürlichen Glasmalereizyklus der Welt. Im 14. und 15. Jahrhundert erhielt die Hohe Domkirche Unsere Liebe Frau ihre heutige Form und zwei bedeutende Figurenportale.

Maximilianstraße

Die Maximilianstraße war die breite Prachtstraße der reichen Oberstadt, die noch heute von Patrizier- und Bürgerpalais gesäumt ist. Die Straße beginnt nördlich am Rathausplatz und endet südlich bei den Ulrichskirchen. In der Maximilianstraße, einer der schönsten Straßenzüge Süddeutschlands, stehen drei Monumentalbrunnen der Renaissancezeit. Der Augustusbrunnen, der Merkurbrunnen und der Herkulesbrunnen sind Kunstwerke mit europaweiter Bedeutung.

St. Ulrich und Afra

1474 wurde mit dem Bau der Abteikirche des reichsunmittelbaren Benediktinerstifts. Die Bauarbeiten endeten erst 1603/04. Die Basilika St. Ulrich und Afra gehört zu den letzten großen spätgotischen Kirchenbauten im bayerischen Schwaben. Zur bedeutenden Ausstattung zählen neben den Grabkapellen der Bistumsheiligen Ulrich, Afra und Simpert auch fünf Fuggerkapellen.

Synagoge

Von 1913 bis 1917 errichteten die Architekten Lömpel und Landauer die im eklektizistischen Stil geplante Augsburger Synagoge, eine der bedeutendsten Europas. Mit der Restaurierung des Bauwerks entstand 1985 das Jüdische Kulturmuseum.

Augsburger Puppenkiste

Seit 1948 führt die Augsburger Puppenkiste im historischen Heilig-Geist-Spital Märchen, Schauspiele und Kabarett auf. Mit vielen Fernsehproduktionen seit 1953 (Räuber Hotzenplotz, Der Löwe ist los, Jim Knopf, Urmel) wurde die Marionettenbühne bundesweit bekannt. Der Bau beherbergt heute auch das Puppentheatermuseum „die Kiste“.

Schaezlerpalais

Das Schaezlerpalais ließ ein reicher Silberhändler bis 1770 durch den Münchner Hofbaumeister Lespilliez errichten.

Höhepunkt des Rokokostadtpalasts ist der prachtvolle Festsaal, bei dessen Eröffnung Marie Antoinette, die spätere Kaiserin Frankreichs, tanzte.

Die Kunstsammlungen und Museen Augsburg zeigen im Rokokobau barocke Malerei, darunter Werke von Rubens, van Dyck und Tiepolo.

Durch das Palais gelangen Besucher in die angrenzende Staatsgalerie Altdeutsche Meister (Gemälde von Dürer, Holbein d.Ä, Burgkmair d.Ä.).

Moritzkirche

Moritzkirche – das ist eine der ältesten Pfarreien Augsburgs, die das alte Zentrum der Stadt vom Herkulesbrunnen über das Rathaus bis zum Stadttheater, vom Bahnhof bis zum Unteren Graben umfasst. Eine Pfarrei mit einer reichen Geschichte, die auch heute noch eng mit dem Haus Fugger verbunden ist. Eine Pfarrei, die auch den Strukturwandel in der Innenstadt miterlebt und in der heute noch ca. 1900 Katholiken wohnen.